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SEMINARE
Zertifizierte Weiterbildungen Nr. WIHK
Wirtschaftsmediator/in IHK
Veranstaltungsbeschreibung
Als Personalberatungsunternehmen arbeiten wir täglich mit Fach- und Führungskräften (Geschäftsführer/innen, Abteilungsleiter/innen, Personalleiter/innen, Teamleiter/innen usw.) in den Bereichen Coaching, Personalmanagement, Führungspsychologie, Personalentwicklung sowie im Personalvermittlungsbereich zusammen. Durch diese Tätigkeit und dem täglichen Umgang mit Führungskräften, war es uns möglich, den „fachlichen“ und „persönlichen“ Bedarf zeitnah – in Anlehnung an die Richtlinien des BMWA zu ermitteln. Aus dem Ergebnis haben wir eine Weiterbildung konzipiert, welche von der IHK nach Prüfung anerkannt wurde.

Zielgruppe
Der Lehrgang richtet sich an Personen aus verschiedenen Berufsgruppen mit Führungs-, Beratungs-, Entscheidungs- und Vermittlungsaufgaben – z.B. an Unternehmensjuristen, PersonalleiterInnen, LeiterInnen Kundenmanagement/Service, Rechtsanwälte, SteuerberaterInnen, WirtschaftsprüferInnen, OrganisationsentwicklerInnen und alle Personen, die Interesse an den Methoden der außergerichtlichen Streitbeilegung sowie Interesse an Konfliktlösungen innerhalb eines Betriebes haben.
Voraussetzungen
Seminardaten
Die Ausbildung umfasst 250 Unterrichtsstunden in 2 Semestern, darin enthalten:
  • 150 Stunden Unterricht im Plenum
  • 40 Stunden angeleitete Selbsterfahrung/Selbstreflexion
  • 30 Stunden angeleitete Gruppen- und/oder Einzel-Supervision
  • 30 Stunden Arbeitsgemeinschaft oder vergleichbare Gruppenarbeit


Das Verfassen der Abschlussarbeit einschließlich der Vorbereitung zählt bei der Berechnung der Ausbildungsstunden nicht mit.

Seminarziele
Die Tätigkeit als Wirtschaftsmediator/in ist sehr komplex. Sie erfordert:

  • ein hohes Maß an Integrität, Reflexions- und Konfliktfähigkeit sowie Vertrauenswürdigkeit
  • die Fähigkeit, sich als Person ganz dem Ziel des Verfahrens zu verpflichten
  • eigene Macht- und Wirkungsansprüche zugunsten der Selbstverantwortung der Beteiligten zurückzustellen
  • die Orientierung an den Richtlinien und Qualitätsstandards des BMWA
  • Die Verknüpfung der verschiedenen Fachrichtungen soll die Vielseitigkeit der Ausbildung gewährleisten. Neben den theoretischen, wissenschaftlichen und methodischen Grundlagen legt die Ausbildung deshalb besonderen Wert auf die persönliche Entwicklung der Ausbildungskandidaten/ der Ausbildungskandidatinnen.
  • Daneben soll die Ausbildung im Einklang von Theorie und Praxis dazu befähigen, selbständig Wirtschaftsmediationsverfahren zu organisieren und zu leiten.


Folgende Lernziele stehen im Mittelpunkt der Ausbildung:

  • die Entwicklung der Fähigkeit, Konflikte zu erkennen, zu analysieren und deren Klärung sinnvoll zu strukturieren
  • die Schaffung des eigenen Selbstverständnisses als Wirtschaftsmediator/in
  • die Umsetzung der Prinzipien der Wirtschaftsmediation
  • die situativ angemessene Anwendung der Methoden der Wirtschaftsmediation


Mit Hilfe von Wirtschaftsmediation werden die Konfliktparteien angeleitet, eigenständig tragfähige außergerichtliche Lösungen zu erarbeiten. Wirtschaftsmediation fördert die Kooperationsbereitschaft und baut ein wachsendes Verständnis der Konfliktparteien füreinander auf und ermöglicht die Wiederherstellung bzw. die Erhaltung einer gemeinsamen Basis. Sie bietet Möglichkeiten, zufriedenstellende Lösungen für alle Beteiligten im Hier und Jetzt mit der „win-win-Strategie“ zu erarbeiten.

In der Wirtschaftsmediation
geht es in den meisten Fällen darum, Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen. So kann es etwa im Interesse beider Konfliktpartner liegen, ein Arbeitsverhältnis trotz derzeit bestehender Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten oder eine neue Form der Zusammenarbeit zu finden. Der Kampf um Sieg oder Niederlage kann dann durch ein Streben nach Ausgewogenheit der Interessen abgelöst werden. Untersuchungen haben ergeben, dass Personen, die selbst Mediation mitgemacht haben, zu 75% mit dem Ergebnis zufrieden sind - weit mehr, als bei gerichtlichen Entscheidungen. Im Gegensatz zu einem Gerichtsurteil kommt nicht jede Mediation zu einem Ergebnis im Sinne einer völligen Lösung oder Entscheidung der Konfliktsituation, doch wenn es ein solches Ergebnis gibt, hat dieses wesentlich mehr Bestand als ein Richterspruch. Streitformen und Ergebnisse, bei denen beide Konfliktpartner ihr Gesicht wahren können, wirken sich auch günstig auf die Beziehung zwischen ihnen aus, sofern eine solche auch nach dem Ende des Streites besteht (Nachbarn, getrennte Ehepartner, Vertragspartner, Arbeitgeber-Arbeitnehmer, Geschäftspartner (Lieferant/Kunde).


Falldokumentation, schriftliche Abschlussarbeit und mündliches Kolloquium

Voraussetzung zur Prüfungszulassung ist die Unterrichtsanwesenheit von mind. 65% (Ausnahmefälle nur in Einzelfällen nach Absprache mit Job-Campus School) sowie Abgabe einer Falldokumentation (siehe unten), welche mit mindestens „ausreichend“ bewertet werden muss.

Zur Zertifizierung durch den Prüfungsausschuss der Job-Campus School ist Voraussetzung, folgende 3 Module mit mindestens „ausreichend“ zu absolvieren.

Falldokumentation
Im Rahmen der Zertifizierung ist auch eine Dokumentation von einem echten Mediations-Fall zu erstellen. Dieser Fall muss in Bezug auf die Konfliktbeteiligten, den Konfliktgegenstand, die wesentlichen Ereignisse des Ablaufs sowie das Mediationsergebnis vollständig aufbereitet sein und muss mit einer Vereinbarung geendet haben.

a) Formalien: Mindestens 20 Seiten, maximal 28 Seiten Text, 1/3 Rand, 1,5-zeilig, Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Kopf- und Fußzeilen

b) Inhaltlich: Eigenständige, reflektierte Befassung mit einem oder mehreren Aspekten der Mediation oder ihren Bezügen zu Konfliktfeldern in Wirtschaft und Arbeitswelt, selbstkritische Stellungnahme zu den angewandten Interventionen und Methoden sowie einer Kurzdarstellung, warum dieses Thema gewählt wurde und ein Fazit




schriftliche Abschlussarbeit
Die schriftliche Leistungsfeststellung umfasst eine Dauer von ca. 90 Minuten und findet in den Räumlichkeiten der IHK-Lübeck statt.

mündliches Kolloquium
Das mündliche Kolloquium findet vor einem Prüfungsausschuss mit 5 Mitgliedern in 2er oder 3er Gruppen statt und hat eine Mindestdauer von 60-90 Minuten. Inhalte können sein: Lösung eines Konfliktes im Rollenspiel, Stellungnahme zu einem präsentierten Mediationsverfahren, Einzelfragestellung zum gelernten Stoff usw.

Das mündliche Kolloquium findet ebenfalls in den Räumlichkeiten der IHK Lübeck statt.
Die Ausbildung ist zum großen Teil eng angelehnt an die Standards des Bundesverbandes Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e. V.

Seminarinhalte
Einführungsseminar

• Vorstellung und Ablauf der Wirtschaftsmediationsausbildung
• Erwartungen an die Wirtschaftsmediationsausbildung
• Definition
• Abgrenzung
• Stufenstruktur
• Mediationsregeln
• Menschenbild in der Wirtschaftsmediation
• Indikation und Grenzen
• Prinzipien der Wirtschaftsmediation
• Rolle und Image des Wirtschaftsmediators
• Kommunikationsregeln
• Anwendungsfelder

Bezüge der Wirtschaftsmediation zu Gesellschaft und Staat

• Geschichte der Wirtschaftsmediation
• Politische Bezüge
• Wirtschaftsmediation im gesellschaftlichen System
• Rechtliche Rahmenbedingungen
• Ethik der Wirtschaftsmediation

Arbeitsmethoden

• Methoden der Gesprächsführung
• Gesprächs- und Verhandlungsstrukturen
• Verbale und nonverbale Kommunikation
• Moderations- und Präsentationstechniken
• Falldokumentation
• Interventionen
• Frageformen





Persönliche Fähigkeiten und Haltung

• Wertschätzende innere Haltung
• Beziehungsgestaltung in der Wirtschaftsmediation
• Systemisches Denken und Handeln
• Mediator als Teil des Systems
• Allparteilichkeit, Nähe und Distanz
• Grenzsituationen


Settings in der Wirtschaftsmediation

• Pre- und Post- Wirtschaftsmediation
• Co- und Team-Wirtschaftsmediation
• Caucus (Einzelgespräche)
• Wirtschaftsmediation mit zwei und mehr Parteien
• Wirtschaftsmediation mit (Groß-)Gruppen
• Wirtschaftsmediation im öffentlichen Bereich
• Wirtschaftsmediation bei Anwesenheit von Dritten
• Rahmenbedingungen


Wirtschaftsmediations-Management

• Initiierung und Organisation von Wirtschaftsmediationen
• Management von Großgruppen-Verfahren
• Vernetzung und Kooperation


Spezielle Erkenntnismodelle

• Kommunikationsgrundlagen
• Konflikttheorie und Konfliktphasen
• Gruppen- und Systemdynamik
• Krisensituationen

Wirtschaftsmediation und Recht

• Abgrenzung zu anderen Konfliktlösungsverfahren
• Recht in der Wirtschaftsmediation
• Rechts der Wirtschaftsmediation
• Rolle der Rechtsanwälte
• Wirtschaftsmediatoren-Vertrag
• Wirtschaftsmediationsvereinbarungen


Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterfahrung

• Selbst- und Fremdwahrnehmung
• Umgang mit eigenen Emotionen
• Persönliche Verstrickungen
• Persönlichkeitstypologien
• Mann-Frau-Dynamik
• Selbstevaluation

Methode
• Plenums- und Kleingruppenarbeit
• Demonstrationen und Rollenspiele
• Theorie-Input und Arbeitsmaterialien
• Intervision und Supervision
• Praktische Fallbeispiele
• Coaching
Ihre Vorteile
Praxisorientiert
Trainer/in
Aus dem Hause Job-Campus® I Andrea Gensel







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Job-Campus® I Andrea Gensel
Hauptsitz Lübeck
+49 (0) 451 29 03-189
info@job-campus.de

Niederlassung Hamburg
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